Niju

>niju< , so nannten die vor­zeit­lichen Höhlenvölker des Mor­gen­landes jenen mys­ti­schen Was­serfall, an dessen Quelle sie in jeder siebten Nacht zusam­men­kamen, um sich zur hyp­no­ti­schen Fell­trommel und der Rassel des Scha­manen in die ewigen Jagdgründe zu träumen.

Die Wahrheit ist das nicht. Der Typ belebt schlicht die Fantasie. Denn niju steht zunächst ganz profan für Nico Junkert, Jahrgang 1982. Als gelernter Koch, DJ und Pro­duzent liebt er raf­fi­nierte Kom­bi­na­tionen frischer Zutaten, gerne auch aus dem eigenen Garten. Musi­ka­lisch wie kuli­na­risch versteht er sich auf den aus­ge­wo­genen Mix. Deep– und Tech­house, reich­haltig und nahrhaft. Und dabei geht ́s immer mit Liebe zu.

Während sich gewöhnliche Clubsets oft anfühlen wie ein holp­riger Hin­der­nislauf durch deinen Gehörgang, nimmt dich niju mit durch seinen Hoch­seil­garten, wir schweben, wir tänzeln, durchs Dickicht bis unter den mys­ti­schen Was­serfall. Na klar, den gibt es! Wenn du willst, ist niju dein Sherpa durchs elek­tro­nische Hoch­ge­birge, mal wag­halsig, mal gebor­gen­heits­stiftend, aber immer emo­tional. Ach ja: Sollte es mal später werden… der Mannheim-Berlin-Pendler kann es durchaus auch härter, hat stets ein scharfes Auge für sein Publikum und liefert unaufgefordert.

// niju connects
Denn ein Musikstück richtig zur Geltung bringen, bedeutet für ihn, Geschwin­digkeit, Raum und Zeit kreativ in Verhältnis zu setzen, einen neuen Kontext und somit unge­ahnte Erleb­nisse zu schöpfen. Dass er das kann, hat sich her­um­ge­sprochen: Letztes Jahr veröffentlichte der 30-Jährige erstmals beim jungen Mann­heimer Label Nacht­wandler, der Draht ist nach wie vor heiß.
Spätestens mit der Neu-Taufe auf den heiligen Feldern von Lärz war die Reifung zu „niju“ abge­schlossen. Die jah­re­lange Ent­wicklung als DJ und Pro­duzent, beginnend 1998, mündet 2013 in einem unaufdringlich-melodischen, wohl­tu­enden Sound und Wie­der­er­ken­nungswert, dem mys­ti­schen Was­serfall. Dieser spülte ihn auch in die Binnengewässer der Agentur Pier33, wo niju derzeit als Künstler unter Vertrag steht.

// niju goes Pier to peer<
Nicht nur, weil ihm die Matro­sen­kappe steht, bringt niju seine Talente neu­er­dings bei ein paar Mann­heimer Hafenkünstlern ein. Als Resident prägt er seit diesem Jahr den Elektro-Flügel bei peer23, einer auf­stre­benden Kul­tur­plattform, die seit diesem Jahr von der Frie­sen­heimer Insel aus beachtlich Welle macht.
Bunte Einflüsse, frische Tracks, Sets und neue Koope­ra­tionen — die kommende Zeit ver­spricht feinste Zukunfts­musik. Bon Appetit.